Im Zusammenhang mit der Reichsbürger-Gruppe „Prinz Reuß“ ist am Donnerstag ein 41-jähriger Mann im sächsischen Freiberg festgenommen worden. Der deutsche Staatsbürger werde auf Grundlage eines Haftbefehls einem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts Dresden vorgeführt, teilte das Landeskriminalamt Sachsen am Donnerstag in der Landeshauptstadt mit. Ermittelt hatten die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und die „Soko Rex“ des Landeskriminalamts.
Insgesamt seien mit Unterstützung von Spezialeinheiten elf Objekte durchsucht worden. Neun davon lagen im Erzgebirgskreis: sechs in Marienberg, zwei in Olbernhau und eines in Großrückerswalde. Zwei weitere Objekte seien in Dippoldiswalde (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) durchsucht worden. Neben digitalen Datenträgern seien auch Messer und Funkgeräte sichergestellt worden.
Den in Sachsen wohnenden oder aufhältigen acht Beschuldigten im Alter zwischen 38 und 63 Jahren wird unter anderem vorgeworfen, sich im Tatzeitraum von August bis Dezember 2022 mitgliedschaftlich in einer terroristischen Vereinigung um den vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main angeklagten Heinrich XIII. Prinz Reuß betätigt oder diese Vereinigung unterstützt zu haben. Sie sollen bei dem Aufbau eines Systems von „Heimatschutzkompanien“ nach dem Sturz der deutschen Regierung eingeplant gewesen sein.
In dem 2022 aufgedeckten Komplex um Prinz Reuß sind bislang 27 Personen angeklagt.