Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) soll am Montag ein erweitertes Leitungsgremium bekommen. Mit der Wahl eines Vorstandes um SPK-Präsidentin Marion Ackermann durch den Stiftungsrat werde die seit Jahren laufende Reform offiziell abgeschlossen, teilte Deutschlands größter Kultur- und Museumsverbund mit.
Zeitgleich soll auch das neue Stiftungsgesetz in Kraft treten. Bereits Ende Januar hatte der Bundestag das neue SPK–Gesetz verabschiedet. Dem stimmte der Bundesrat im März zu.
Das neue Stiftungsgesetz sieht unter anderem vor, dass die SPK mit ihren Museen, Bibliotheken, Archiven und Forschungsinstituten künftig nicht mehr allein von einer Präsidentin oder einem Präsidenten geführt wird, sondern von einem kollegialen Vorstand aus bis zu sieben Mitgliedern. Im Gegenzug soll der Stiftungsrat von 20 auf neun Mitglieder verkleinert werden. Zudem sollen die Stiftung und ihre einzelnen Einrichtungen autonomer über den Einsatz ihrer finanziellen Mittel entscheiden können.
Ein 2020 vom Wissenschaftsrat vorgelegtes Gutachten hatte eine Neuorganisation der Stiftung vorgeschlagen. Die Stiftung galt bislang als zu groß, bürokratisch und wenig innovativ. Viele Einrichtungen leiden im internationalen Vergleich an geringen Besucherzahlen.
Unter dem Dach der 1957 gegründeten Stiftung sind 25 Einrichtungen vereint. Finanziert wird sie vom Bund und den 16 Ländern. Der Stiftungsrat ist das höchste politische Beschlussorgan der Stiftung. Vorsitzender ist Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos).