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“Potsdam Requiem” kommt ins Archiv

Das 2013 uraufgeführte „Potsdam Requiem“ wird Teil der sogenannten Brandenburgica-Sammlung. Landeskulturministerin Manja Schüle (SPD) will das Werk dazu am Donnerstag gemeinsam mit Vertretern der Stadt und Kirchenmusikdirektor Björn O. Wiede an die Stadt- und Landesbibliothek in Potsdam übergeben. Zusammen mit weiteren Materialien soll es dort der Brandenburgica-Sammlung hinzugefügt werden, der bedeutendsten Sammlung zur Geschichte des Landes, teilte das Kulturministerium am Mittwoch mit.

Das von Kirchenmusikdirektor Wiede komponierte Werk war erstmals am 14. April 2013 in der Nikolaikirche aufgeführt worden. Die Komposition erinnert an die Zerstörung der Stadt im April 1945 durch Bomber der Royal Air Force. Dabei wurden große Teile der Innenstadt zerstört, fast 1.600 Menschen starben. Das Requiem vereint Texte aus dem Neuen und Alten Testament, Zeitzeugenberichte sowie Zitate aus Kompositionen von Mozart und Bach, die mit Potsdam verbunden sind.

Das Werk solle „als herausragendes Stück aktueller Zeit- und Musikgeschichte“ gesichert werden und für die Forschung zur Verfügung stehen, hieß es. Konkret erhält die Stadt- und Landesbibliothek Partituren, Aufführungsmaterial, Programmhefte und Plakate. Hinzu kommen den Angaben zufolge mehr als 40 Bände der ersten Bach-Ausgabe (1851-1899) aus den Beständen der Nikolaikirchengemeinde.