Politisch motivierte Gewaltdelikte haben zugenommen

In Berlin hat es im vergangenen Jahr einen Anstieg an ideologisch motivierten Gewaltdelikten gegeben. Sowohl mehr rechte (90 auf 117) als auch linke (137 auf 220) Gewalttaten wurden im Vergleich zum Jahr 2024 gemeldet, wie aus einer Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervorgeht. Die der „ausländischen Ideologie“ zugerechneten Gewaltdelikte sanken hingegen von 604 auf 344 Fälle.

Nur rund jeder fünfte der 344 Fälle beinhaltete eine Körperverletzung. Zu Gewaltdelikten werden auch Landfriedensbruch oder Widerstand gezählt. Etwas mehr als ein Viertel (59) der linken Gewaltdelikte wurde einer Körperverletzung zugeordnet. Unter den rechts-motivierten Gewalttaten machten Körperverletzungen hingegen mehr als 86 Prozent der Fälle (101) aus. Darunter seien 45 rassistisch motivierte Angriffe gewesen.

Insgesamt sei die Zahl rechter Delikte im Vergleich zum Vorjahr um 65 Fälle auf 2.739 gesunken. Im Phänomenbereich „ausländische Ideologie“ gab es einen Rückgang um 226 von 2.659 auf 2.433 Fälle. Die links-motivierte Kriminalität ist demnach gestiegen, von 696 Vorfällen auf 872.

Zudem wurden 2.112 antisemitisch motivierte Delikte registriert, darunter 24 Körperverletzungen. Laut einer Anfrage der CDU-Fraktion im vergangenen Jahr lag die Zahl der antisemitischen Straftaten im Jahr 2024 noch bei 1.622.

Im Bereich der „religiösen Ideologie“ wurden nur vier Gewaltdelikte verzeichnet, dafür acht Vorbereitungen einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (Vorjahr: zwei). Auch die Terrorismusfälle stiegen in diesem Phänomenbereich von neun auf 19 an.

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