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Pfarrkirche in Marburg zeigt “Ein jüdisches Jahrhundertleben”

Die Lutherische Pfarrkirche in Marburg zeigt eine Ausstellung über die in diesem Jahr verstorbene Holocaust-Überlebende Margot Friedländer. „Ein jüdisches Jahrhundertleben“ ist bis zum 23. November zu sehen, wie der Evangelische Kirchenkreis Marburg am Montag mitteilte. Die Exponate bestehen aus unterschiedlichen Stoffen – eine Referenz an den Berufswunsch von Margot Friedländer, die Modedesignerin werden wollte.

Die Ausstellungsmacher Maryam Abdolahi und Samuel Linn hätten die lutherische Pfarrkirche bewusst als Ausstellungsort gewählt, heißt es. In der vorherigen Ausstellung „Marejesho“ in der Pfarrkirche hatte der damalige Aussteller ein missverständliches Exponat, das rote Bluttränen-Symbole zeigte, nicht wie verlangt abgehängt. Die Symbole sollten an getötete Kinder in Gaza erinnern. Die israelische Botschaft in Berlin hatte sich im Netzwerk X über das Banner beschwert.

Integriert in den Ausstellungszeitraum ist am 14. November ein Benefizkonzert der Berliner Gruppe „Make Freedom Ring“ für die Not leidenden Menschen in Gaza. „Make Freedom Ring“, geleitet von dem Violinisten Michael Barenboim, sei ein Zusammenschluss jüdischer, palästinensischer, arabischer und überkonfessioneller Künstler, der palästinensische Stimmen hörbar mache und Spenden für humanitäre Hilfe sammele. Michael Barenboim, Sohn des argentinisch-israelischen Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim, werde bei dem Konzert dabei sein, sagte eine Sprecherin des Kirchenkreises dem Evangelischen Pressedienst (epd).