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Pfälzer Synode kritisiert wachsenden Extremismus

Die Synode der Evangelischen Kirche der Pfalz hat sich in einer Erklärung gegen den wachsenden Extremismus in der Gesellschaft ausgesprochen. Die Landeskirche stehe auf der Basis christlicher Grundwerte ein für Menschenwürde, Vielfalt, Toleranz und eine demokratische Gesellschaft, erklärte die Synode am Freitag bei ihrer Tagung in Speyer. Zudem kündigte sie im Blick auf die Presbyteriumswahlen 2026 eine Handreichung der Landeskirche für die Kirchengemeinden zum Umgang mit Rechtsextremismus am Beispiel der AfD an.

„Wir sind besorgt um den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, heißt es in der Erklärung. Als Kirche wolle man noch intensiver als bisher das Gespräch mit Menschen suchen, die sich nicht mehr von den demokratischen Parteien und Institutionen vertreten fühlten. Eine berufliche oder ehrenamtliche Mitarbeit sei für Personen nicht möglich, die öffentlich den christlichen Werten sowie dem Auftrag und der Ordnung der Kirche widersprächen. In der Handreichung werden Kirchengemeinden und Kirchenbezirke ermutigt, sich aktiv für den gesellschaftlichen Dialog einzusetzen und sich mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen zu verbinden.

Die Landeskirche senkte ihren Energieverbrauch und Treibhausemissionen gegenüber dem Jahr 2021 um fast 20 Prozent, wie Oberkirchenrat Markus Jäckle bei der Vorstellung des Klimaschutzberichts 2024 erklärte. Das Ziel der Kirche bleibe es, klimaneutral zu werden. Klimaschutz sei „kein Modethema“, sondern Teil des kirchlichen Auftrags, die Schöpfung auch mit Blick auf kommende Generationen zu bewahren. Hebel für weitere Kosteneinsparungen sind dem Klimaschutzbericht zufolge vor allem die Umstellung von Heizungen auf erneuerbare Energien sowie der weitere Ausbau von Photovoltaik.