Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat den am 5. April gestorbenen Tübinger Neutestamentler Peter Stuhlmacher gewürdigt. Er habe den Zusammenhang von biblisch fundiertem Glaubensleben und wissenschaftlichem Denken geprägt, schreibt Oberkirchenrat Jörg Schneider, Dezernent für Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche der Landeskirche, in einer Mitteilung vom Mittwoch. Stuhlmacher, der im Alter von 93 Jahren verstarb, habe Kirche und Universität weit über seine eigenen Schülerkreise hinaus und über Konfessionsgrenzen hinweg beeinflusst.
Stuhlmacher wurde am 18. Januar 1932 in Leipzig geboren. Er studierte in Tübingen Theologie und machte 1958 sein Examen. Während seiner knapp 10 Jahre langen Tätigkeit als Assistent von Ernst Käsemann in Tübingen schloss er seine Dissertation (1962) und Habilitation (1967) im Fachbereich Neues Testament ab. Nach der Übernahme einer Professur für Neues Testament an der Universität Erlangen hatte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 einen Lehrstuhl an der Universität Tübingen.
Peter Stuhlmacher, heißt es in der Würdigung, habe maßgeblich dazu beigetragen, angehenden Theologinnen und Theologen tiefes Vertrauen in die Gesamtheit der biblischen Botschaft zu vermitteln. (0822/09.04.2025)