Patriarchen-Grab in Bulgarien geschändet

Vor genau einem Monat wurde der gestorbene Bulgarisch-Orthodoxe Patriarch Neofit begraben. Nun wurde seine Ruhestätte Ziel von Vandalismus. Eile ist geboten, denn bald soll das Grab wieder im Mittelpunkt stehen.

Ein unbekannter Mann hat das Grab des im März gestorbenen Patriarchen der bulgarisch-orthodoxen Kirche, Neofit, in der Hauptstadt Sofia geschändet. Er habe das Grabkreuz am späten Montagabend umgeworfen und beschädigt, teilte Kirchenleitung am Dienstag mit. Sie veröffentlichte dazu ein Video einer Überwachungskamera.

Auf einem auf der Kirchen-Website veröffentlichten Foto ist zudem zu sehen, dass die Grablaterne aus der Marmorfassung gebrochen ist. Neofit war am 13. März im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit gestorben und drei Tage später in einem Grab im äußeren Säulengang der Kathedrale Sweta Nedelja beigesetzt worden. Die Kirche informierte nach eigenen Angaben die Polizei über den Vorfall. Die Suche nach dem Täter laufe.

An der Trauerprozession für Neofit hatten am Tag der Beerdigung Tausende Menschen teilgenommen. Am kommenden Sonntag, 40 Tage nach seinem Tod, ist in der Kathedrale ein Gedenkgottesdienst für den Patriarchen vorgesehen. Er hatte die Kirche seit 2013 geleitet.

Das neue Kirchenoberhaupt soll am 30. Juni gewählt werden. Rund 70 Prozent der Bulgarinnen und Bulgaren gehören der orthodoxen Kirche an.

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