Patientenschützer haben einen neuerlichen Vorstoß Nordrhein-Westfalens, doch noch eine Widerspruchslösung bei der Organspende durchzusetzen, deutlich zurückgewiesen. "An der Idee festzuhalten, dass Schweigen Zustimmung heißt, erweist den Kranken auf der Warteliste einen Bärendienst", erklärte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, in Dortmund.
Eine selbstbestimmte Entscheidung für oder gegen die Organspende sei "nur durch neutrale, ergebnisoffene und umfassende Aufklärung möglich", führte Brysch aus. Statt weiter auf "die Karte der mehrheitlich abgelehnten Widerspruchsregelung" zu setzen, forderte Brysch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dazu auf, mit einer Initiative im Bundesrat dafür zu sorgen, "dass das Online-Organspenderegister tatsächlich ans Netz geht".
