Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg hat angesichts der aktuellen Haushaltsplanungen vieler Kommunen vor Einsparungen bei der Suchthilfe im Jahr 2026 gewarnt. Die rund 100 Suchtberatungsstellen im Land spielten eine wichtige Rolle bei der Unterstützung suchtgefährdeter Menschen, teilte der Verband am Mittwoch mit. Kürzungen sollten deshalb trotz der angespannten Haushaltslage dringend vermieden werden.
Ulf Hartmann, Vorstand des Verbands, betont, dass jede Investition in Suchthilfe der Gesellschaft langfristig viel Geld spare. So vermeide ein Euro in Suchthilfe 17 Euro an Folgekosten. Laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen sind etwa 1,1 Millionen Menschen in Baden-Württemberg suchtgefährdet.
Der bundesweite Aktionstag Suchtberatung am Donnerstag (13. November) will das Bewusstsein für die Arbeit der Beratungsstellen stärken und auf die drohenden Einsparungen aufmerksam machen. Der Verband fordert eine gesicherte Finanzierung, damit Betroffene frühzeitig Hilfe erhalten und Rückfälle vermieden werden. (2889/12.11.2025)