1.700 Jahre nach dem Konzil von Nizäa, das damals die Christen einte, kommen Vertreter mehrerer Kirchen dort wieder zusammen. Prominentester Teilnehmer der Feier im türkischen Iznik ist Papst Leo XIV.
Papst Leo XIV. will heute gemeinsam mit Patriarchen und Bischöfen anderer Kirchen die Einheit des christlichen Glaubens wiederbeleben. Bei einer Gedenkfeier an das Konzil von Nizäa, das vor 1.700 Jahren stattfand, ist in der türkischen Kleinstadt Iznik ein gemeinsames Gebetstreffen mehrerer Konfessionen geplant. Für Samstag steht dann im rund 140 Kilometer entfernten Istanbul die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung östlicher und westlicher Kirchenführer auf dem Programm.
Die christlichen Kirchen hatten sich seit der Spätantike immer wieder gespalten und wechselseitig bekämpft. Vor allem zwischen der orthodoxen und der katholischen Kirche gibt es seit etwa 60 Jahren deutliche Annäherungen. Die Einladung zu den Kirchentreffen in Iznik und in Istanbul hatte das orthodoxe Ehrenoberhaupt ausgesprochen, Patriarch Bartholomaios I.