Papst trifft Oberrabbiner der Türkei

In der Türkei sind die Juden eine noch kleinere Minderheit als die Katholiken. Den neuen Oberrabbiner der kleinen jüdischen Gemeinschaft traf Papst Leo XIV. bei seinem Besuch in Istanbul.

Papst Leo XIV. hat am Freitagvormittag in Istanbul den Oberrabbiner in der Türkei getroffen, Rabbi David Sevi. Sevi leitet die etwa 15.000 Menschen zählende jüdische Gemeinschaft in der Türkei auch erst seit diesem Jahr.

Die Begegnung fand am Sitz der "Apostolischen Delegation" in Istanbul statt und dauerte nach Vatikanagaben etwa 15 Minuten. Man habe darüber gesprochen, dass der Besuch des Papstes in der Türkei ein "Zeichen des Friedens und der Unterstützung für alle Glaubensgemeinschaften im Land" sei.

Die einst 80.000 Mitglieder zählende jüdische Minderheit in der Türkei stammt überwiegend von sephardischen Juden ab, die aus Spanien vertrieben wurden. Die Gemeinschaft schrumpfte unter dem religionspolitischen Druck der türkischen Republik in den 1930er Jahren erheblich; viele Juden emigrierten danach nach Israel.

Die einst relativ guten Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Türkei sind seit den jüngsten israelisch-palästinensischen Konflikten schwieriger geworden. Wie alle religiösen Minderheiten genießen die Juden in der Türkei eine durch strenge gesetzliche Regeln eingeschränkte Religionsfreiheit.

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