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Papst Franziskus nimmt letzten Weg durch Roms Innenstadt

In einem Leichenzug wurde das verstorbene Kirchenoberhaupt nach Santa Maria Maggiore überführt. Einen solchen Leichenzug gab es seit einem halben Jahrhundert nicht.

In einer bewegenden mehr als zweistündigen Zeremonie auf dem Petersplatz hat die Welt von Papst Franziskus Abschied genommen. An dem Gottesdienst unter Leitung von Kardinaldekan Giovanni Battista Re nahmen nach Vatikanangaben mehr als 250.000 Menschen teil. Die Menge erstreckte sich über den Petersplatz hinaus bis zur 700 Meter entfernten Engelsburg.

Nach der Feier wurde der Sarg mit dem Leichnam des verstorbenen 88-jährigen Kirchenoberhaupts in einem offenen Papamobil durch die römische Innenstadt zur Basilika Santa Maria Maggiore überführt. Den Weg säumten Zehntausende Menschen. Als Papst war Franziskus zugleich Bischof der Stadt Rom.

Die Route führte vorbei an der Piazza Venezia und damit durch das Herz Roms. Der Konvoi passierte das Kapitol, die antiken Foren aus der ältesten Zeit der Stadt und das Kolosseum, bevor er auf die Via Merulana einbog, die auf die Papstbasilika Santa Maria Maggiore zuläuft.

Seit der Überführung von Paul VI., der 1978 in Castelgandolfo gestorben war, gab es keinen päpstlichen Leichenzug durch die Stadt Rom.