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Ostermärsche fordern Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit

Lange Jahre führten die Ostermärsche ein Schattendasein. Mittlerweile sind Frieden und Abrüstung wieder zentrale Themen von Politik und Gesellschaft. An diesem Wochenende gingen dafür Tausende auf die Straßen.

Am Karsamstag haben Tausende Menschen bei rund 70 Ostermärschen in ganz Deutschland für Frieden demonstriert. Insgesamt seien bis Ostermontag rund 100 Veranstaltungen geplant, wie das Netzwerk Friedenskooperative am Samstag in Bonn mitteilte.

“Die Ostermärsche richten sich in diesem Jahr besonders an die neue Regierung und fordern von ihr, dass Deutschland friedensfähig statt kriegstüchtig wird” erklärte Sprecher Kristian Golla: “Statt neue Schulden aufzunehmen und zig Milliarden Euro für Aufrüstung auszugeben, sind Abrüstungsverträge und eine kluge Diplomatie gefragt, damit Russlands Krieg gegen die Ukraine endlich ein Ende findet und an einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur in Europa gearbeitet werden kann, die der Ukraine Frieden garantiert und Russland langfristig mit einschließt.”

Im Zentrum der Demonstrationen stünden sowohl die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen, als auch die Unzufriedenheit mit den steigenden Rüstungsausgaben sowie der geplanten Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland.

Bereits im Vorfeld hatten das Netzwerk sowie die Infostelle Ostermarsch in Frankfurt erklärt, sie erwarteten eine große Resonanz auf die Veranstaltungen und Aktionen unter dem Motto “Kriege stoppen – Frieden und Abrüstung jetzt!”. Ein Grund dafür seien die sich mehrenden Krisen und Kriege weltweit.