Beschäftigte im Osten Deutschlands verdienen einer Studie zufolge noch immer 14 Prozent weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Im vergangenen Jahr erhielten sozialversicherungspflichtig Vollbeschäftigte im Osten im Schnitt 3.539 Euro im Monat, im Westen 4.117 Euro, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mit.
Laut der IAB-Studie klaffen die Löhne vor allem in den oberen Gehaltsgruppen auseinander. Bei beruflichen Spezialisten betrage der Ost-West-Lohnabstand 16 Prozent, bei Fachkräften 15 Prozent. Vollzeitbeschäftigte auf Helferniveau hingegen verdienten im Osten im Schnitt nur 10 Prozent weniger als im Westen. „Beschäftigte in Ostdeutschland und in Helfertätigkeiten profitieren besonders vom Mindestlohn, da er dort wegen der niedrigen Löhne stärker greift“, erklärte der IAB-Forscher Holger Seibert.
