Orgelbaumeister Matthias Schuke gestorben

Er baute Instrumente für den Erfurter Dom und die Philharmonie Lublin: Der Orgelbaumeister Matthias Schuke ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Er hat den deutschen Orgelbau geprägt.

Der Orgelbaumeister Matthias Schuke ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Das langjährige Gesicht der traditionsreichen Orgelbau-Firma Schuke im brandenburgischen Werder (Havel) sei bereits vergangene Woche aus dem Leben geschieden, teilte der Betrieb diesen Freitag mit. "Mit ihm verliert der deutsche Orgelbau eine herausragende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte die Entwicklung des Handwerks prägte und weit über die Grenzen von Berlin und Brandenburg hinaus Wirkung entfaltete", so das Unternehmen.

1955 in Potsdam geboren, schien Schukes Karriere in dem Familienbetrieb zunächst unsicher: 1972 wurde die Firma in der DDR verstaatlicht, eine Weiterführung in Familienhand war ausgeschlossen. Dennoch absolvierte er kurz darauf eine Ausbildung zum Orgelbauer. Nach der Wiedervereinigung kaufte Schuke den Betrieb vom Staat zurück.

In den folgenden Jahren habe Schuke die Werkstatt sicher durch eine Zeit der Umbrüche geführt. Er baute dabei Instrumente unter anderem für den Erfurter Dom und die Philharmonie Lublin. Für seine Verdienste um das deutsche Orgelbauhandwerk erhielt er 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2018 übergab Matthias Schuke das Unternehmen an seine Söhne Michael und Johannes. Als Geschäftsführer schied er aus, habe ihnen jedoch weiterhin beratend zur Seite gestanden.

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