Die Frauenrechtsorganisation Solwodi wirbt – unabhängig vom Ausgang eines Asylverfahrens – für ein humanitäres Aufenthaltsrecht für von Gewalt sowie Ausbeutung betroffene Frauen und Kinder. „Ihre Sicherheit und Würde müssen im Zentrum einer menschenrechtsbasierten Migrationspolitik stehen“, teilte die Organisation in Koblenz mit Blick auf den Weltflüchtlingstag am 20. Juni mit. Es brauche eine Politik, die geflüchtete Menschen nicht als Bedrohung, sondern als Personen mit Rechten begreife.
Viele Frauen, die vor Gewalt, Zwangsverheiratung, Menschenhandel oder sexualisierter Ausbeutung geflohen seien, hätten während ihrer Flucht oder sogar in Deutschland erneut Gewalt und Ausbeutung erfahren, erklärte Solwodi. Sie seien dementsprechend oft traumatisiert und benötigten besondere Schutzräume sowie eine sensible Begleitung. Das Asylverfahren bereite ihnen deswegen aber auch besondere Schwierigkeiten.
