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Ordensmann: So habe ich den neuen Papst als Mitbruder erlebt

Er kennt den neuen Papst schon lange und hat ihn auch in geselligen Runden erlebt: Der Würzburger Augustinerpater Lukas Schmidkunz verrät, wie er seinen Mitbruder Leo XIV. von mehreren Begegnungen in Erinnerung hat.

Zugänglich, nahbar und ein guter Zuhörer: So beschreibt der Vorsteher der Deutschen Provinz des Augustinerordens, Pater Lukas Schmidkunz, seinen Mitbruder Papst Leo XIV. “Er ist niemand, der sagt ‘Jetzt komm ich und sag euch, wie es geht'”, sagte der Ordensmann am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Vielmehr interessiere er sich für andere, was er auch als Bischof in Peru immer wieder gezeigt habe: “Er hat sich nicht in sein bischöfliches Palais gesetzt und ist da geblieben, sondern ist auch die harten Touren ins Gebirge gegangen, in die Anden, um da bei den Menschen zu sein.”

Auch in geselligen Runden habe er ihn stets als bescheiden und zurückhaltend erlebt – “ein sehr umgänglicher Mensch”, sagte Schmidkunz. Und weiter: “Er bringt die Erfahrung mit, dass vieles gelingen kann, wenn Menschen etwas gemeinsam bewerkstelligen wollen und nicht als Einzelkämpfer durch die Gegend reisen.”

Schmidkunz hat Papst Leo in dessen Zeit als Generalprior, also als Oberer des gesamten Ordens, nach eigenen Angaben das letzte Mal 2019 beim Generalkapitel der Gemeinschaft getroffen. Aber auch an Begegnungen bei der Visitation der deutschen Provinz 2007 erinnert er sich demnach noch. Es sei auch sehr wahrscheinlich, dass sie bei dieser Gelegenheit mal ein Gläschen Wein miteinander getrunken hätten, fügte der Ordensmann hinzu. Garantieren könne er dies aber nicht.