Die Idee des Online-Spiels „Churchboat“ (Kirchenboot) ist ganz einfach: Die Spieler paddeln auf dem Neckar quer durch die württembergische Landeskirche und sammeln dabei Ehrenamtliche ein. Das Spiel habe Kirchenrat Tobias Schneider, Leiter des Zentrums für Gemeindeentwicklung und missionale Kirche, in seiner Freizeit programmiert, teilte die Evangelische Landeskirche in Württemberg am Freitag in Stuttgart mit. Beim Spielen gelte es nicht nur, Gefahren zu meistern und Hindernissen auszuweichen, sondern es gebe auch viel Landeskirchliches zu entdecken.
Mit dem Programmieren von kleinen Spielen begann Schneider schon als Jugendlicher. Er wolle durch das neue Spiel Aufmerksamkeit für die Kirchenwahl am 30. November schaffen, sagt er, „mit Hilfe eines Mediums, das für viele Menschen zum absoluten Alltag gehört, das aber gleichzeitig im kirchlichen Bereich eher exotisch ist“. Obwohl er ein Entwicklertool benutzt hat, waren noch mehrere Tausend Zeilen Programmiercode von Hand zu schreiben.
Viele Grafiken, wie die fischenden Pfarrer und das U-Boot, hat Schneider von Grund auf selbst erstellt. Das gilt auch für viele Sounds. Natürlich gehöre das Programmieren von Spielen nicht zu seinem kirchlichen Dienstauftrag, sagt er. Deshalb war er über vier Monate lang in seiner Freizeit und im Urlaub aktiv. Churchboat hat sieben Schwierigkeitslevel und lässt sich ohne Installation im Webbrowser spielen, es gibt auch einen Online-Highscore mit einer Top10-Bestenliste.
Grundlage des Spiels ist die Fahrt auf dem Neckar von Gundelsheim flussaufwärts nach Schwenningen. Das vorbei schwimmende Treibgut enthält Elemente wie Gesangbuch, Bibel und Bekenntnisschriften – aber auch die in kirchlichen Kreisen obligatorische Sitzungsbrezel. Doch Vorsicht, es tauchen auch plötzlich Problem-U-Boote auf. (2854/08.11.2025)