Oliver Bierhoff bemängelt Leistung der Politik  

Wer erfolgreich sein will, muss immer noch etwas mehr tun als das Minimum: Davon ist der Ex-Fußballeuropameister Oliver Bierhoff überzeugt. Von der Politik erwartet er sich daher noch weitere Anstrengungen.

Der einstige Fußball-Profi und jetzige Sportfunktionär Oliver Bierhoff geht hart mit der Politik ins Gericht. Diese liefere aus seiner Sicht eine Leistung ab, die bei Privatmenschen niemals akzeptiert werden würde, sagte der studierte Diplom-Kaufmann der "Süddeutschen Zeitung". "Ein einzelner Mensch kann doch nicht immer mehr Schulden machen, alle Probleme immer aufschieben und keinen Plan haben, wie er da wieder rauskommt."

Die Ausgabenpolitik, die Staatsquote, die riesige Zahl an Beamten, das gehe doch so nicht weiter, gab der 57-jährige Bierhoff zu bedenken. Als Beispiel verwies er auch auf die Debatte um die Renten. "Das weiß man seit zehn, 15 Jahren, dass dieses Problem auf uns zukommt. Aber es ist nichts passiert."

Auf die Frage, ob es etwas gebe, das alle erfolgreichen Menschen gemeinsam hätten, antwortete Bierhoff: "Das richtige Mindset." Zum Erfolg gebe es keine Abkürzung, egal in welchem Bereich. Es gehe immer um Vorbereitung, Planung, harte Arbeit sowie um die Bereitschaft, mehr zu tun als das absolute Minimum. "Das ist auch, was uns in Deutschland insgesamt derzeit fehlt", so der Sportfunktionär.

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