Ökumenischer Patriarch: Religionen natürliche Friedensstifter

Der Einsatz für den Frieden ist aus Sicht des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. das wahre Wesen der Religionen. "Die Religionen sind die natürlichen Bundesgenossen aller Menschen, die für den Frieden, die Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung vor einer menschengemachten Katastrophe kämpfen", sagte das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie am Samstag in seiner Weihnachtsbotschaft.

Fälschlicherweise würden Religionen oft dafür kritisiert, dass sie Fanatismus und Gewalt "im Namen Gottes" nährten, so der Patriarch. Dabei handle es sich aber um eine Entfremdung des religiösen Glaubens. "Der wahre Glaube an Gott ist der schärfste Gegner des religiösen Fanatismus", betonte Bartholomaios. Zudem würdigte er jene Politiker, die für den Frieden kämpfen als die "großen Helden der Politik". Bartholomaios rief alle Gläubigen zum "guten Kampf für die Errichtung einer Kultur des Friedens und der Versöhnung auf, wo der Mensch im Mitmenschen den Bruder und Freund und nicht den Gegner und Feind sieht".

Patriarch Bartholomaios ging ferner auch auf das 25-Jahr-Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein. Die Menschenrechte würden dann in ihrer ursprünglichen Dynamik richtig verstanden, wenn sie als Fundament und Maßstab des weltumfassenden, mit Freiheit und Gerechtigkeit verbundenen Friedens anerkannt werden, erklärte der Patriarch.

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