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Ökumenische Gedenkfeier für verstorbene Obdachlose

Rund 100 obdachlose Menschen sterben in München jährlich auf der Straße oder in Notunterkünften. An sie erinnern kirchliche Träger der Münchner Wohnungslosenhilfe am Montag, 24. November, mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in St. Markus, wie das evangelische Dekanat am Freitag mitteilte. Dabei würden die Namen der Verstorbenen vorgelesen, um ihnen „einen würdigen Abschied zu ermöglichen“, heißt es. Stadtdekan Bernhard Liess und Michael Schlosser, Pfarrer von Mariahilf, gestalten die Feier.

Rund 13.500 Frauen, Männer und Kinder sind den Angaben zufolge derzeit in München wohnungs- oder obdachlos. Die Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in den städtischen Notunterkünften, Beherbergungsbetrieben und anderen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe um sie kümmern, „sind oft die einzigen Begleiter am Lebensende und kommen ihren Klienten in dieser Phase oft näher als zuvor“. Auch für sie sei es deshalb wichtig, in Würde Abschied nehmen zu können von den Verstorbenen.

Der Gedenkgottesdienst findet einmal im Jahr statt. Zu den Organisatoren gehören neben dem Dekanatsbezirk München und dem Pfarrverband Mariahilf und St. Franziskus unter anderem der Katholische Männerfürsorgeverein München, das Evangelische Hilfswerk München, die Obdachlosenhilfe der Benediktiner von St. Bonifaz und die Bahnhofsmission München. (3581/14.11.2025)