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Nutzungskonzept für Schloss Reinhardsbrunn vorgestellt

Schloss Reinhardsbrunn bei Gotha soll nach Abschluss der laufenden Sanierung einer gemischten Nutzung zugeführt werden. So solle das Gebäudeensemble zu einem Hotelrestaurant mit einem Tagungs- und einem Veranstaltungszentrum entwickelt werden, erklärte die Thüringer Staatskanzlei am Donnerstag in Erfurt. Auch die Berücksichtigung von Ausstellungsflächen sei vorgesehen.

Ebenso könnten Flächen für Büros reserviert werden. Reinhardsbrunn umfasse insgesamt neun Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 4.500 Quadratmetern. Bereits für 2025 sei die Wiedereröffnung der Schlosskapelle als multifunktionaler Veranstaltungsraum geplant. Der 15 Hektar große Schlosspark solle nach der Sanierung in wesentlichen Teilen öffentlich zugänglich bleiben.

Hauptziel sei die nachhaltige denkmalgerechte Sanierung des gesamten Ensembles, einschließlich der umgebenden Parkanlagen. Dabei bestehe die Möglichkeit, das Marstallgebäude und das Pförtnerhaus jeweils durch einen Neubau in gleicher Größe zu ersetzen. Auch könne das Gesamtensemble durch Neubauten ergänzt werden, soweit erforderlich.

Schloss Reinhardsbrunn ist seit rund 1.000 Jahren ein bedeutender Ort der Thüringer Landesgeschichte. Zunächst Hauskloster der Thüringer Landgrafen wurde es nach der Reformation Adelssitz und Jagdschloss. Das heutige, 1872 errichtete Schloss war seit den 1990er Jahren in Privatbesitz und stand seit rund 20 Jahren leer. Nach jahrelangem Rechtsstreit wurde die Immobilie enteignet und dem Land zugeschlagen. Seitdem hat das Land nach eigenen Angaben rund 6,4 Millionen Euro in den Erhalt investiert.