Die Besuchszahlen in den Nürnberger Museen sind im Jahr 2025 leicht gestiegen. Rund 694.500 Menschen haben die zehn städtischen Museen besucht – mehr als 20.000 mehr als im Vorjahr, sagte deren Direktor Thomas Eser am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Nürnberg. Während in den meisten Museen die Besuchszahlen etwas zurückgingen, verzeichneten das Memorium Nürnberger Prozesse und das Spielzeugmuseum demnach deutlich mehr Gäste als 2024. Mit mehr als 180.000 Gästen war das Memorium das am besten besuchte Museum der Stadt Nürnberg.
Kulturbürgermeisterin Julia Lehner (CSU) betonte am Dienstag das Hervorstechende an der Nürnberger Museumslandschaft. Kaum eine andere Stadt unterhalte Stadtmuseen an authentischen Orten. „So können wir immer wieder eine authentische Geschichte erzählen“, sagte Lehner, „über die Vergangenheit, aber auch über Herausforderungen der Zukunft und Utopien“. Museen seien Orte des kollektiven Gedächtnisses, spiegelten das kulturelle Erbe und seien Wissensspeicher.
Für das Jahr 2026 stehen laut Eser zwei große Veränderungen in der Museumslandschaft an. Das Haus des Spiels mit dem Deutschen Spielearchiv und das Spielzeugmuseum sollen nach einer organisatorischen Trennung vor rund zehn Jahren wieder unter einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt werden. Dies sei einerseits eine Folge der beschränkten Haushaltsmittel, aber auch inhaltlich sinnvoll, sagte Eser.
Nach mehreren Jahren Bauarbeiten zur Sanierung und Modernisierung werde in diesem Jahr außerdem das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wieder komplett geöffnet. Nach einer kurzen Schließung im Herbst 2020 gab es ab Februar 2021 eine Interimsausstellung. Die baulichen Maßnahmen seien inzwischen abgeschlossen, so Eser. Ab 22. Mai soll der Probebetrieb starten. „Da ist alles auf und es soll alles funktionieren.“ In den folgenden Monaten werde man Feedback von Besucherinnen und Besuchern für kleinere Optimierungen sammeln. Die feierliche Eröffnung sei für den 4. November geplant. (0266/27.01.2026)