Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein neues digitales Bildungsangebot zur Prävention von islamistischer Radikalisierung und Desinformation gestartet. Das Videospiel mit dem Titel „Wer ist Bilal?“ wende sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene, erklärte Medienminister Nathanael Liminski (CDU) am Freitag bei der Vorstellung des Spiels im Mataré-Gymnasium in Meerbusch. Es handele sich um ein innovatives Format und fördere „zentrale Kompetenzen wie kritisches Denken, Empathie und verantwortungsvolle Mediennutzung“.
Radikalisierung beginnt im Netz
Die Radikalisierung von jungen Menschen beginne „häufig im Netz über Chats, Videos und Games“, betonte Innenminister Herbert Reul (CDU). „Mit dem neuen Spiel heben wir unsere Präventionsarbeit auf das nächste Level.“ In dem interaktiven Spiel begleiten die Nutzer einen jungen Protagonisten, der zunehmend mit Manipulation, Gruppendruck und extremistischen Ansichten konfrontiert wird. Durch eigene Entscheidungen könnten sie nachvollziehen, wie Radikalisierungsprozesse entstehen und welche Rolle soziale Medien dabei spielen. Zugleich sollen sie lernen, wie sie sich gegen extremistische Ideologien wappnen können.
