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NRW-Kommunen bieten Obdachlosen Schutz vor Kälte

Kommunen in Nordrhein-Westfalen machen Obdachlosen im Winter Angebote, um sie vor Kälte und Nässe zu schützen. Die Stadt Duisburg wies am Dienstag darauf hin, dass jeder, der Hilfe benötige, einen Schlafplatz erhalte. Das Hilfesystem gewährleiste diese Unterstützung unabhängig von der Witterungslage und der Jahreszeit, erklärte Sozialdezernentin Astrid Neese. Anlaufstelle für alle Betroffenen sei werktags die Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle der Diakoniewerk Duisburg GmbH.

Die Duisburger Notübernachtungsstelle für Männer befindet sich im Wolfgang-Eigemann-Haus an der Ruhrorter Straße 124 bis 126 im Stadtteil Ruhrort, für Frauen in der Paul-Rücker-Straße 52 in Duisburg-Neuenkamp. Zudem steht eine witterungsgeschützte Rückzugsmöglichkeit insbesondere für die Nachtstunden am Hauptbahnhof mit der geöffneten U-Bahn-Station zur Verfügung. Der Verein „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg“ ist mit einem Hilfe-Mobil mit warmen Getränken, Essen, Kleidung, Schlafsäcken und Hygieneartikeln unterwegs.

In Köln bietet die Winterhilfe der Stadt seit November zusätzliche Übernachtungs- und Tagesplätze. Mit sogenannten Kältegängen durch städtische und Wohlfahrtspflege-Mitarbeiter sollen bis Ende März Obdachlose geschützt und auf Hilfsangebote vor Kälte und Nässe aufmerksam gemacht werden. Der Sozialdienst Katholischer Männer bietet eine 24-Stunden-Erreichbarkeit über das Winterhilfetelefon und -postfach an (Telefon: 0221/56 09 73 10). Hier werden Hinweise zu obdachlosen Menschen im Freien entgegengenommen. Bei akut gefährdeten Menschen sollte der Rettungsdienst unter 112 informiert werden.

In Bonn nehmen Polizei und die Hotline des Stadtordnungsdienstes unter 0228/77 33 33 Hinweise über hilfebedürftige obdachlose Menschen entgegen. Sowohl der Stadtordnungsdienst als auch die Wache Gabi achten derzeit den Angaben nach auf Obdachlose und weisen sie auf Unterkünfte hin. Bei Bedarf bieten sie ihnen Decken und Schlafsäcke an. Auch Streetworker der Caritas und des Vereins für Gefährdetenhilfe unterstützen Wohnungslose in Bonn.

Der Verein für Gefährdetenhilfe betreibt eine Notunterkunft in der Sebastianstraße 131, wo Menschen allerdings nur mit einer Zuweisung aufgenommen werden. Wohnungslose Männer können zudem ins Prälat-Schleich-Haus des Caritasverbandes in der Thomasstraße gehen und dort rund um die Uhr vorsprechen.