Der Landesjugendring Nordrhein-Westfalen will ein Krisenmanagement gegen rechtsextreme, rechtspopulistische und antidemokratische Angriffe aufbauen. Das beschlossen die Delegierten des Zusammenschlusses der Jugendverbände in NRW am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Duisburg, wie der Landesjugendring mitteilte. Ziel sei es, Jugendverbände und ihre Mitglieder in NRW zu unterstützen, die von rechtsextremen und antidemokratischen Kräften angegriffen, bedroht oder diffamiert werden.
Geplant seien Fortbildungen und Präventionsmaßnahmen, Kommunikations- und Handlungsleitfäden sowie eine effiziente Unterstützungsstruktur, über die Ehrenamtliche im Krisenfall Hilfe erhalten könnten, hieß es. „Mit diesem Beschluss wollen wir ein deutliches Zeichen setzen: Wir lassen unsere Mitgliedsverbände und Ehrenamtlichen nicht im Stich und gleichzeitig lassen wir uns von Angriffen, Bedrohungen und Diffamierungen nicht einschüchtern“, erläutert Maja Tölke, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW.
Zu neuen Vorsitzenden des Landesjugendrings für die nächsten zwei Jahre wurden den Angaben zufolge Annika Jülich vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend NRW und Marei Schmoliner von der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend NRW gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Björn Krause-Franz vom Ring deutscher Pfadfinderverbände, Anna Cannavó von der DGB Jugend NRW, Tobias Branahl vom SJD – Die Falken NRW und Ralf Steigels von der Sportjugend NRW.