Nigeria will bis zum Jahr 2030 die Krankheit Meningitis ausrotten. Als erstes Land weltweit hat es einen neuen Impfstoff eingeführt.
Nigeria hat als erstes Land der Welt den neuen Fünf-in-Eins-Impfstoff gegen Meningitis (Hirnhautentzündung) eingeführt. Der Men5CV-Impfstoff biete einen starken Schutz gegen die fünf Hauptstämme der Meningokokken-Bakterien, die die Krankheit verursachen, heißt es in einer am Freitagabend veröffentlichten Erklärung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie bezeichnet den Impfstoff als “revolutionär”.
“Meningitis ist ein alter und tödlicher Feind. Aber dieser neue Impfstoff hat das Potenzial, den Verlauf der Krankheit zu ändern, zukünftige Ausbrüche zu verhindern und viele Leben zu retten”, so WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Mit der Einführung sei Nigeria seinem Ziel, die Krankheit bis zum Jahr 2030 vollständig zu eliminieren, einen Schritt näher gekommen.
Nigeria liegt im afrikanischen “Meningitis-Gürtel”. Zwischen Oktober 2023 und dem 11. März 2024 starben dort 153 Menschen an der Krankheit. Ende März wurde bereits eine Impfkampagne gestartet, um mehr als eine Million Menschen zu erreichen, die jünger als 30 Jahre sind.
Meningitis ist eine Entzündung des Gewebes rund um Gehirn und Rückenmark und kann tödlich sein. Zu den Symptomen zählen häufig Kopfschmerzen, Fieber und ein steifer Nacken. Es gibt laut WHO mehrere Ursachen, darunter virale, bakterielle, pilzliche und parasitäre Krankheitserreger.