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New Yorker Filmemacher zeigt in Schleswig afrikanische Geschichte

Die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen zeigen ab morgen auf Schloss Gottorf in Schleswig das jüngste Werk des New Yorker Filmemachers Fred Kuwornu. Der Film „We Were Here“ erzähle die Geschichte afrikanischer und schwarzer Menschen im Europa der Renaissance, wie die Stiftung der Landesmuseen mitteilte. Der fast einstündige, mehrsprachige Dokumentarfilm nehme die Zuschauer mit auf eine Reise durch die europäische Kunstgeschichte. Er ist bis zum 9. Juni auf der Museumsinsel zu sehen.

Der Film erklärt, wie die Schwarzafrikaner nach Europa kamen, welcher Arbeit sie nachgingen und warum renommierte Künstler sie porträtierten. Beiträge von Wissenschaftlern aus den Bereichen Kunstgeschichte, Black Studies und Geschichte sowie von schwarzen Aktivisten und Kuratoren bieten „eine vielschichtige Perspektive auf ein vernachlässigtes Kapitel der europäischen Geschichte“, hieß es.

Fred Kudjo Kuwornu ist ein sozial engagierter Künstler, dessen Arbeit stark von seinem Hintergrund als Mensch afrikanischer Abstammung geprägt ist. Der 53-Jährige ist in Italien geboren und aufgewachsen, sein Vater stammt aus Ghana. Inzwischen lebt Kurwornu in New York und besitzt einen italienischen, einen ghanaischen und einen US-amerikanischen Pass. Sein Werk spiegelt das komplexe Zusammenspiel von Geschichte, Identität, Ethnie und Repräsentation in der Welt wider. Kuwornus Arbeiten wurden bereits auf der Kunstbiennale von Venedig gezeigt, in amerikanischen Museen und auf internationalen Filmfestivals.