Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nennt 2026 ein wegweisendes Jahr für das Bundesland. Mit Blick auf die Landtagswahl im September sagte Haseloff in seiner Neujahrsansprache im MDR-Fernsehen, „es kommt auf uns alle an“, dass weiter der Weg des wertschätzenden Miteinanders und des Respekts gegangen werde und Sachsen-Anhalt auch künftig „ein geachtetes Mitglied der Gemeinschaft deutscher Länder und des Bundes“ bleibe.
Die Welt sei fragiler geworden, sagte Deutschlands dienstältester Ministerpräsident, der nach mehr als 14 Jahren an der Spitze des Bundeslandes nicht mehr zu Wahl antritt. Aus zahlreichen persönlichen Gesprächen und Begegnungen wisse er um die Ängste und Sorgen vieler Menschen. Auch der jüngste Sachsen-Anhalt-Monitor spiegele das wider.
Zu den positiven Ergebnissen des Stimmungsbildes zählten die große Verbundenheit der Sachen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter zu ihrem Land und eine breite Zustimmung zur Demokratie als Staatsform. „Das ist ermutigend“, sagte Haseloff: „Eine starke Demokratie wird von vielen Menschen getragen. Unsere Zukunft können wir selbst gestalten.“
Der 71-jährige Haseloff appellierte, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Besinnung auf gemeinsame Werte seien von größter Bedeutung. Auch wirtschaftlicher Erfolg hänge von stabilen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Das hätten die vergangenen Jahrzehnte eindrucksvoll gezeigt. Heute seien jedoch die Unwägbarkeiten größer geworden.