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Neues Naturkundemuseum für Leipzig

Sachsen unterstützt den Bau des neuen Naturkundemuseums in Leipzig mit weiteren finanziellen Mitteln. Für den nächsten Bauabschnitt wurde am Donnerstag in Leipzig ein Fördermittelbescheid über 59,5 Millionen Euro übergeben, wie das sächsische Infrastrukturministerium in Dresden mitteilte. Die Gelder stammen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen.

Das neue Leipziger Museum soll bis 2029 in einem denkmalgeschützten Oktagon auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz entstehen. Die Arbeiten hatten vor etwa einem Jahr begonnen. Für die Entkernung des historischen Gebäudes hatte die Stadt Leipzig bereits eine Förderung aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen von rund 15,4 Millionen Euro erhalten.

Im nächsten Bauabschnitt sollen die größtenteils unterirdischen Ausstellungshallen sowie der Eingangsbereich entstehen. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex wurde ab den 1920er-Jahren unter anderem als Umspannwerk genutzt und in den 1980er-Jahren zu einem Bowlingtreff umgebaut.

#Vier Etagen unter der Erde

Das etwa 135 Meter breite Gebäude soll den Angaben zufolge auf vier Etagen mehr als 15 Meter in die Tiefe reichen. Die Ausstellungsfläche werde insgesamt etwa 3.500 Quadratmeter betragen, hieß es.

Das Naturkundemuseum Leipzig blickt auf eine mehr als einhundertjährige Tradition zurück. Es ist derzeit in der Lortzingstraße 3 untergebracht, allerdings unter eingeschränkten Verhältnissen. Jährlich besuchen das Museum rund 90.000 Menschen.