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Neues 360-Grad-Panorama in Leipzig zeigt die Antarktis

Der Künstler Yadegar Asisi gewährt mit seinem neuen 360-Grad-Panorama Einblick in die eisige Welt des Südpols. Sein Werk „Antarktis“ ist ab dem 24. Januar als Weltpremiere im Leipziger Panometer zu sehen. „Ich kann bei Natur sowieso immer auf die Knie gehen, aber was ich dort gesehen habe, das war sehr sehr ergreifend“, sagte Asisi am Donnerstag bei der Vorstellung seines Werkes.

Die Antarktis sei schon länger sein Wunschobjekt gewesen, er bereiste sie selbst: „Das ist wirklich ein Ort, der ist so schön, der ist so faszinierend, aber er ist auch der menschenfeindlichste Ort, den ich kenne.“ Trotzdem sei die Region klimatisch für den Planeten unverzichtbar. Dieses fragile System sollte in der Zukunft nicht ausgebeutet werden, mahnte Asisi.

Das 110 Meter lange und 32 Meter hohe Panorama spielt mit der Wasserlinie, die auf gleicher Höhe wie eine Aussichtsplattform in der Mitte des Panometers liegt. Darüber schwimmen Eisberge, darunter Wale, Pinguine und Robben. Dazu wird ein Tag-Nacht-Rhythmus simuliert, der das Werk zusammen mit sich bewegenden Polarlichtern lebendig erscheinen lässt. Begleitet wird das Werk von einer Ausstellung und einem Film. Mit „Antarktis“ präsentiert Asisi sein fünftes Naturpanorama.

Yadegar Asisi wuchs in Sachsen auf und lebte später in Berlin. Der Künstler spezialisierte sich auf riesige 360-Grad-Panoramen, die etwa in Berlin und New York ausgestellt wurden. Das Panometer in Leipzig ist ein altes Gasometer, das ausschließlich Panoramen von Asis ausstellt. Es eröffnete 2003 mit „Everest“ und stellt nun sein zehntes Werk aus.