Zum ersten Mal hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Gedenkstätte für Opfer der NS-Besatzungsherrschaft auf einem deutschen Soldatenfriedhof im Ausland errichtet. Die Einweihung im niederländischen Ysselsteyn sei für den 4. Dezember geplant, teilte der Verein am Dienstag mit. Mit dem Gedenkort, geschaffen vom Künstler Arnold Dreyblatt und bestehend aus fünf "Gates of Remembrance" ("Tore der Erinnerung"), würden die jüdischen Opfer und andere Opfergruppen geehrt.
"Ysselsteyn ist ein Meilenstein für den Volksbund. Das sichtbare Erinnern an alle Opfergruppen des ehemaligen Kriegsgegners inmitten der eigenen Gräber ist Ausdruck unseres wahrhaftigen Versöhnungswillens und gleichzeitig ein deutliches Bekenntnis zur eigenen Verantwortung vor der Geschichte und zur Verpflichtung für eine friedliche Zukunft", sagte der Generalsekretär des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Backen.
Eingeladen zu der Einweihung der Gedenkstätte in Ysselsteyn (Provinz Limburg) sind unter anderen der Oberrabbiner des Inter Provinciaal Opperrabbinaats in den Niederlanden, Binyomin Jacobs, der Kommissar des Königs der Provinz Limburg sowie der deutsche Botschafter in den Niederlanden, Cyrill Jean Nunn.