In Namibia hat das Hohe Gericht die Kriminalisierung von gleichgeschlechtlichem Sex für verfassungswidrig erklärt. Die Richter hätten sich einstimmig für die Abschaffung eines entsprechenden Gesetzes ausgesprochen, berichtete die Zeitung The Namibian. Der Aktivist Friedel Dausab hatte 2022 gegen das aus der Kolonialzeit stammende Verbot geklagt. “Willkommen in einem neuen Namibia” schrieb die Menschenrechtskampagne Equal Namibia auf der Kurznachrichtenplattform X nach dem Urteil.
Die Richter erklärten außerdem, dass die Ansicht, Homosexualität sei „ein abscheuliches Laster“, auf Vorurteilen und persönlicher Abneigung beruhe und diese "unfaire Diskriminierung” künftig verhindert werden solle. Namibia hatte das Gesetz aus der niederländischen Kolonialzeit von Südafrika geerbt, als Südafrika nach dem 1. Weltkrieg die Kontrolle über Namibia von den Deutschen übernahm. Das Verbot von gleichgeschlechtlichem Sex war nach der Unabhängigkeit 1990 beibehalten worden.🚨BREAKING🚨: The High Court of Namibia has declared the apartheid-era Sodomy Law unconstitutional and should be repealed.
Welcome to a new Namibia. A born-free Namibia. #TogetherWeCan pic.twitter.com/0HYycTDEde — Equal Namibia (@EqualNamibia) June 21, 2024
