Der Naturschutzbund (Nabu) in Mecklenburg-Vorpommern ruft die Menschen im Land zur Kiebitz-Meldung auf. Er wolle so mehr über den Vogel des Jahres 2024 herausfinden, der in MV als stark gefährdet gilt, teilte der Nabu MV am Freitag mit. Die Naturschützer wollen erfahren, wo überall Kiebitze brüten und wie ihre Lebensraumbedingungen vor Ort sind. Wichtig sei, dass die Vögel dabei nicht gestört werden, hieß es. Die Daten lassen sich über die Web-App „Vielfalt erforschen“ unter https://nabu-naturgucker.de/app/natur_nm.dll/Form39 in der Kategorie „Vogelankunft“ eintragen. Der Erfassungszeitraum endet im Juni.
Besonders gut sind laut Nabu die Kiebitz-Männchen zu erkennen, die im Flug das namensgebende „Ki-witt“ rufen. Zudem seien die Tiere seit März bei ihren spektakulären Balzflügen zu beobachten, hieß es. Kiebitze brüteten vor allem in offenen, flachen Landschaften auf Wiesen und Weiden oder auf Ackerflächen.
Ein Grund für den Rückgang der typischen Vogelart in der Agrarlandschaft ist laut Nabu MV die intensive Landnutzung. Eine frühe Wiesenmahd, häufige landwirtschaftliche Arbeiten zur Brutzeit, Entwässerungen und Grundwasserabsenkungen hätten zu einer Verkleinerung des Lebensraums von Kiebitzen geführt.