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Nabu bittet um Verzicht auf privates Silvesterfeuerwerk

Der Hamburger Naturschutzbund (Nabu) bittet um den Verzicht auf privates Silvesterfeuerwerk. Vögel, Wildtiere und Menschen leiden unter der lauten Knallerei, wie der Nabu am Mittwoch mitteilte. Künftig sollten Feuerwerke in der Hansestadt im gesamten Jahresverlauf deutlich reduziert werden. In der Gesellschaft sei das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen gestiegen, unter dem Hashtag #böllerciao habe sich gerade ein breites Bündnis für ein Verbot privater Feuerwerke ausgesprochen. Allein in diesem Jahr würden rund 43.000 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland transportiert, hieß es.

Im Zusammenhang mit der erstmals in Hamburg stattfindenden ZDF-Silvestershow begrüßt der Nabu, dass dort ein zentrales, professionell organisiertes Feuerwerk geplant sei. Auch wenn eine Licht- und Drohnenshow die umweltfreundlichere Alternative gewesen wäre, sei diese Lösung ein Schritt in die richtige Richtung. „Zentrale Veranstaltungen zu Silvester können dazu beitragen, die Menge an privatem Feuerwerk deutlich zu reduzieren. Lieber ein großes zentrales Feuerwerk als zehntausend kleine vor der Haustür“, sagte der Hamburger Nabu-Vorsitzende Malte Siegert.

Die Konzentration auf einen bestimmten Ort reduziere Müll und Lärm. So könne das neue Jahr umwelt- und naturfreundlicher begrüßt werden. Gleichzeitig sei der Verzicht auf privates Feuerwerk ein konkreter Beitrag zum Artenschutz: „Wenn wir die biologische Vielfalt erhalten und schützen wollen, müssen wir auch liebgewonnene kulturelle Rituale hinterfragen und auch mal ändern“, sagte Siegert. Silvester bringe jedes Jahr starke Feinstaubbelastung und enorme Müllmengen mit sich, auch Wild- und Haustiere würden erheblich beeinträchtigt.