In Mecklenburg-Vorpommern sind 2022 die Ausgaben für Sozialhilfe zurückgegangen. Laut Statistischem Amt Mecklenburg-Vorpommern hat das Land rund 103 Millionen Euro netto für Sozialhilfeleistungen nach dem zwölften Buch Sozialgesetzgebung (SGB) ausgegeben. Das sind 15,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Zu den Leistungen zählen Hilfen zur Gesundheit, Pflege und zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten. Entscheidend für den Rückgang der Ausgaben in 2022 sei die geringere Zahl von Empfängerinnen und -empfängern bei der Hilfe zur Pflege.
Insgesamt erhielten rund 11.800 Menschen 2022 Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB, das seien 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr, hieß es. Trotz eines Rückgangs um sieben Prozent blieben die Hilfen zur Pflege mit 9.490 Empfängerinnen und Empfängern der weiterhin größte Posten. Hilfen zum Lebensunterhalt gemäß 3. Kapitel der SGB erhielten laut Statistik 2022 rund 5.900 Personen in Mecklenburg-Vorpommern. Gegenüber dem Vorjahr sei das eine Zunahme von 5,1 Prozent. Anspruch auf Hilfen zum Lebensunterhalt hätten diejenigen, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend selbst bestreiten können wie etwa voll erwerbsgeminderte Personen. Erwerbstätige, Auszubildende, Leistungsberechtigte aus Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen oder Personen mit Anspruch auf Grundsicherung im Alter oder Erwerbsminderung seien nicht anspruchsberechtigt.