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MV: Drese stellt im Landtag Bericht gegen Einsamkeit vor

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat am Freitag im Landtag den Abschlussbericht des Runden Tisches gegen Einsamkeit im Alter vorgestellt. Das Gremium erarbeitete mehr als 100 Maßnahmen, um einer Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken. Diese erstrecken sich über die Bereiche Wohnen im Alter, Digitalisierung, freiwilliges Engagement, Übergang in die Nachberuflichkeit und seelische Gesundheit. Drese rief dazu auf, die Empfehlungen jetzt in die Fläche zu tragen. Jeder Einzelne sei gefordert, es brauche ein Zusammenspiel vieler Akteure wie Kommunen, Vereine, Ärzte oder Kirchengemeinden.

Für die Altersgruppe der 65-jährigen heißt es in dem Bericht, dass insbesondere der Übergang in die nachberufliche Phase, in der der soziale Kreis der Arbeitswelt wegbreche, gelingen müsse. „Etwa mit der Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben.“ Einige Maßnahmen beschäftigten sich daher damit, wie man diese Zielgruppe für freiwilliges Engagement begeistern kann. Bei den älteren Seniorinnen und Senioren hingegen liege der Fokus eher auf der Schaffung von sogenannten „Dritten Orten“ wie Seniorentreffs, Gemeinschaftsgärten oder Plauderbänken.

Andere Maßnahmen umfassten etwa die Sozialraumplanung, bauliche Anforderungen zur Beseitigung von Mobilitätsbeschränkungen oder den Zugang zum Internet. Viele Maßnahmen, die sich mit der seelischen Gesundheit beschäftigen, hätten zudem mit der Landeskonzeption Psychische Gesundheit verknüpft werden können.

Dem Runden Tisch gehören Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wohlfahrtspflege, Wohnungswirtschaft und Kommunen sowie der Seniorenverbände an. Das Gremium erarbeitete die Maßnahmen in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren. Die Landesregierung hat die Bekämpfung von Einsamkeit 2021 im Koalitionsvertrag festgeschrieben.