Museum Kurhaus Kleve zeigt Meisterwerke von Jan Baegert

Das Museum Kurhaus Kleve erinnert seit Sonntag mit der Ausstellung „Schönheit & Verzückung“ an den mittelalterlichen Künstler Jan Baegert (1465 - 1535). Der Zeitgenosse der Maler Cranach und Dürer gehörte zu den bedeutendsten Malerpersönlichkeiten der niederrheinischen Kunstlandschaft um 1500, wie das Museum mitteilte. In der Ausstellung bis 23. Juni seien zehn exquisite Tafelbilder Baegerts zu sehen sowie Werke des 15., 16. und 17. Jahrhunderts aus der eigenen Sammlung.

Jan Baegert war der Sohn des spätgotischen Malers Derick Baegert (1440-1515). An der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit schuf der junge Künstler ein beeindruckendes künstlerisches Oeuvre, das ihn als hochbegabten Maler mit geradezu psychologischer Einfühlungskraft auszeichnet und dem seines berühmten Vaters in nichts nachsteht, wie das Museum erklärte. Dass sein Name heute weniger bekannt ist, ist den Angaben zufolge vor allem der Tatsache geschuldet, dass seine Werke im 19. Jahrhundert auseinandergesägt wurden, um mit den Fragmenten auf dem Kunstmarkt mehr Geld zu erzielen.

Die Ausstellung „Schönheit & Verzückung - Jan Baeget und die Malerei des Mittelalters“ führt erstmals mehrere Fragmente wieder zusammen, wie es hieß. Die Werk des Sohnes würden dabei in den direkten Vergleich mit dem des Vaters gestellt. Zu sehen seien auch etwa 20 Originale aus mehreren deutschen und niederländischen Museen sowie rund 20 Digitalisate, unter anderem vom monumentalen, acht Meter breiten Hochaltar Derick Baegerts aus der Propsteikirche in Dortmund.

Jan Baegerts Werke befinden sich heute in Kirchen, ausgewählten Museen und exquisiten Privatsammlungen in Europa und den USA. Zweifellos ein bekannter Meister zu Lebzeiten, war sein Name jahrhundertelang in Vergessenheit geraten. Um das Jahr 1883 war der Notname „Meister von Cappenberg“ in Umlauf, dem man die Kunstwerke von Jan Baegert zuschrieb. Etwa 50 Jahre später wurde ein Flügelaltar in einer Münsteraner Kirche erstmals Baegert zugeschrieben und er als Künstler wieder identifiziert.

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