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Museum Kurhaus Kleve erwirbt Landschaftsbilder aus 17. Jahrhundert

Das Museum Kurhaus Kleve erweitert seine Sammlung niederländischer Künstler um mehrere Landschaftsbilder aus dem 17. Jahrhundert. Unterstützt wird der Ankauf des Konvoluts von sieben Gemälden und acht Zeichnungen durch die Kulturstiftung der Länder mit 155.000 Euro, wie die Stiftung am Freitag in Berlin mitteilte. „Damit erweitert das Museum nicht nur seine eigene Sammlung niederländischer Maler inhaltlich sinnvoll, sondern es macht auch bedeutende Zeugnisse einer kulturellen Blütezeit der Region für die Öffentlichkeit zugänglich“, sagte der kommissarische Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Frank Druffner.

Die 15 Gemälde und Zeichnungen zeigen Motive aus Kleve und der umliegenden niederrheinischen Landschaft. Dazu gehören auch drei Gemälde des Malers Paulus van Hillegaert (1595/1596-1640), die die blutigen Kämpfe aufgreifen, die 1635 und 1636 während des Unabhängigkeitskrieges zwischen den Niederlanden und der spanischen Krone um die strategisch wichtige Rheinfestung Schenkenschanz tobten.

Zu den erworbenen Arbeiten gehören auch Kreidezeichnungen des Landschaftsmaler Jan van Goyen (1596-1656). Er kam auf einer Reise im Sommer 1650 nach Kleve und notierte seine Eindrücke der Stadt in Zeichnungen in seinem Skizzenbuch. Von den zwölf Blättern aus dem sogenannten Lilienfeld-Skizzenbuch befand sich ein Blatt bereits in der Sammlung des Museums. Mit dem Ankauf von acht weiteren Blättern verfügt das Museum nun den Angaben zufolge über das umfangreichste Konvolut von Kleve-Ansichten aus van Goyens Skizzenbuch.

Die erworbenen Kunstwerke stammen aus der Privatsammlung des Unternehmers Emil Underberg, der in den 1960er Jahren begann, eine Sammlung niederländischer Kunst des 17. bis 19. Jahrhunderts aufzubauen. Die Werke waren bis vor Kurzem kaum öffentlich zugänglich.