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Müll-Kunst im Dortmunder Museum Ostwall

Der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Müll“ und seinen Folgen für Menschen und Umwelt widmet sich das Museum Ostwall im Dortmunder U ab dem 27. März. Die Schau „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“ zeigt bis zum 26. Juli rund 50 internationale Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter zwei neu geschaffene Auftragsarbeiten, wie die Stadt Dortmund am Mittwoch ankündigte. Zu sehen sind Installationen, Skulpturen, Fotografien, Videos, Grafiken und Medienkunst.

Bereits seit den 1960er Jahren setzten sich Künstler kritisch mit dem Thema Müll auseinander, hieß es. So habe etwa HA Schult bei der Aktion „Situation Schackstraße“ 1969 mehrere Tonnen Wohlstandsmüll auf eine Münchener Straße gekippt, um damit auf die Folgen der Konsumgesellschaft aufmerksam zu machen.

Zu den weiteren Kunstwerken, die in der Ausstellung gezeigt werden, zählen Nancy Holts Entwürfe aus den 1980er Jahren zur Rekultivierung und künstlerischen Gestaltung einer riesigen Mülldeponie in New Jersey, „Sky Mound“, oder Anna Zetts Videoarbeit „Freiheit 3“ über die gleichnamige Bitterfelder Giftmüll-Deponie von 2019.

Andere Arbeiten greifen den Angaben zufolge die weltweiten Routen des Mülls der Konsumgesellschaften auf, der vielfach in Ländern des Südens entsorgt wird. Die Rauminstallation „TC-2000“ des ghanaischen Künstlers Akwasi Bediako Afrane etwa, eine aus Elektroschrott konstruierte Science-Fiction-Stadt, verbinde popkulturelle, afrofuturistische Bildwelten mit ausrangierter Technik.