Model Giez über Depressionen: “Ich dachte, es geht noch – aber nee”

Hoffnungslos, zweifelnd, erschöpft: So fühlen sich die meisten Menschen, die an Depressionen erkranken. Auch Model Klaudia Giez ist davon betroffen - und berichtet nun von ihrem Kampf gegen die Erkrankung.

Klaudia Giez (29), Model und TV-Star, ignoriert Warnzeichen für eine depressive Phase nach eigenen Worten nicht mehr. "Das war mein Fehler, dass ich dachte, es geht noch und andere Sachen gehen vor. Aber nee", sagte sie am Dienstag im Podcast "Raus aus der Depression". Die Folge, die ARD Gesund und die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention gemeinsam produziert haben, ist ab sofort in der ARD Audiothek verfügbar.

Nach den Weihnachtstagen 2025 sei sie in eine Klinik gegangen, in der sie vier Monate geblieben sei, berichtete Giez. Zuvor habe sie viel geweint, Familie und Freunde hätten ihr nicht helfen können, und sie sei "von der einen Wand zur anderen wie ein eingesperrter Fuchs gelaufen". Rückblickend könne sie sagen, dass die Menschen in der Klinik ihr Leben gerettet hätten.

Harald Schmidt, Entertainer und Host des Podcasts, erklärte, viele der dortigen Gäste hätten zunächst geglaubt, "sie seien allein mit der Erkrankung - dabei sind sie in bester Gesellschaft". Das Leiden von Menschen mit Depressionen ähnele sich häufig, ergänzte Psychiater Ulrich Hegerl - trotz unterschiedlicher Lebensumstände. Fast alle litten unter Schuldgefühlen, Hoffnungslosigkeit und tiefer Erschöpfung.

"Depression ist mehr als eine Reaktion auf belastende Ereignisse, sie ist eine eigenständige, schwere Erkrankung", erklärte der Stiftungsvorsitzende. Die Sendung zeige indes auch, dass Menschen die Krankheit mit professioneller Begleitung bewältigen und wieder ein freudvolles Leben führen könnten.

Rund ein Viertel der Menschen in Deutschland war laut Stiftung schon einmal an Depressionen erkrankt. Nur ein knappes Drittel gibt demnach an, noch nie mit Depressionen in Berührung gekommen zu sein.

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