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Mittelalterliches Kleinod im Magdeburger Dommuseum

Der heimliche Star des Magdeburger Dommuseums Ottonianum erstrahlt völlig neu: Ein goldenes Löwenköpfchen hat im Ausstellungsbereich zu den Erzbischöfen eine neu gestaltete Präsentation erhalten.

Besucherinnen und Besucher können nach den Worten eines Museumssprechers vom Donnerstag dank moderner Visualisierung nun nachvollziehen, wie das lediglich zwei Zentimeter große Löwenköpfchen wohl im frühen 12. Jahrhundert zur Zierde am Ende der Krümme eines Bischofsstabes funkelte.

Nach Auskunft des Archäologen Rainer Kuhn, der auch zweiter Vorstandsvorsitzender des Fördervereins ist, wurde das Kleinod von seinem Team 2009 bei Forschungsgrabungen im Magdeburger Dom entdeckt. Es habe im nördlichen von drei Gräbern aus dem Vorgängerbau des heutigen Doms gelegen. Auf einigen bronzenen Grabplatten von Magdeburger Erzbischöfen des 12. Jahrhunderts seien ganz ähnliche Verzierungen an den Krümmen der Bischofsstäbe zu sehen, sagte Kuhn.