Freizeit bedeutet für viele Menschen Sport: Der Deutsche Olympische Sportbund vermeldet einen neuen Allzeit-Rekord bei den Mitgliedern. Aber die Politik müsse die Arbeit der Vereine besser fördern.
Mehr Menschen als je zuvor in Deutschland machen Sport in den rund 86.000 Vereinen. Diese verzeichneten zu Jahresbeginn rund 29,3 Millionen Mitglieder, wie der Deutsche Olympische Sportbund am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das sei ein Plus von gut zwei Prozent und damit mehr als eine halbe Million neuer Mitgliedschaften gegenüber dem Jahr 2024 – so viele wie nie seit Beginn der Erfassung im Jahr 1954. Bereits 2023 lag der Wert den Angaben entsprechend bei gut 28 Millionen, wobei auch Mitgliedschaften in mehreren Vereinen möglich sind.
“Dieses Wachstum ist ein starkes Signal, aber auch ein Weckruf”, sagte Michaela Röhrbein, Vorständin Sportentwicklung. Die Politik sei aufgefordert, zugesagte Unterstützung einzuhalten – etwa durch Investitionen in Sportstätten und Förderung des Ehrenamts. Vereine seien durch marode Sportstätten oder bürokratische Hürden eingeschränkt. Mehr Investitionen in den Sport seien “ein Investment in unsere Gesellschaft”, betonte Röhrbein.