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Minister Hauk: Mehr Ökolandbau braucht steigende Nachfrage

Laut Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) kann der Ökolandbau im Südwesten nur wachsen, wenn es eine weiterhin steigende Nachfrage nach Bio-Produkten gibt. Letztlich setzten gesamtgesellschaftliche und geopolitische Entwicklungen den Rahmen für Bio, sagte Hauk am Montag in Stuttgart bei der Vorstellung der Studie „Produktions- und Marktpotenzialerhebung und -analyse für die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung ökologischer Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus Baden-Württemberg 2025“. Bei vielen Produkten sei die Nachfrage größer als das regionale Angebot. Dies biete Chancen für die bestehenden Öko-Betriebe sowie für Neueinsteiger.

In den vergangenen Jahren sei Bio in Baden-Württemberg weniger stark in der Fläche gewachsen, sagte der Autor der Studie, Burkhard Schaer, vom Beratungs- und Forschungsunternehmen Ecozept. Er hatte bereits im Jahr 2021 die Vorgängerstudie durchgeführt. Doch die Strukturen hätten sich positiv weiterentwickelt. Besonders aussichtsreich sei die Entwicklung in der Außer-Haus-Verpflegung.

Die Einkaufsstätten mit der größten Bio-Produktvielfalt im Lebensmitteleinzelhandel waren die Vollsortimenter. Die Discounter als zweitstärkste Vertriebsschiene für Bio machten im Jahr 2024 rund 27 Prozent der Bio-Umsätze, mit einer Steigerung um rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Drogeriemärkte steigerten ihre Bio-Umsätze 2024 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent. Damit erreichten sie einen Marktanteil am Bio-Markt von 11 Prozent.

Mit einer Bio-Fläche von 212.745 Hektar im Jahr 2024 gehört Baden-Württemberg zusammen mit Bayern und Brandenburg zu den drei Ländern mit den größten Bio-Flächen. Der Bio-Anteil an der Gesamt-Landwirtschaftsfläche liegt bei 15,3 Prozent. Ende 2024 wirtschafteten über 5.200 landwirtschaftliche Betriebe nach den Kriterien des ökologischen Landbaus. Dies entspricht 14,3 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. (3022/24.11.2025)