Migrantenvertretungen kritisieren Wegfall von BAMF-Sprachkursen

Der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg (LAKA) hat bestürzt auf den Wegfall freiwilliger Sprachkurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) reagiert. Die Entscheidung verunsichere Zugewanderte, Bildungsträger und Betriebe gleichermaßen und treffe vor allem Menschen, die sich aktiv um Integration, Ausbildung oder Arbeitsmarkt bemühen. „Der Zugang zu Sprach- und Integrationskursen ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Integration“, sagte die Bildungspolitische Sprecherin des LAKA, Helene Khuen-Belasi, am Donnerstag laut Mitteilung.

Ohne ausreichende Deutschkenntnisse blieben Chancen auf Qualifizierung und Beschäftigung stark eingeschränkt. Das sei gerade in Zeiten akuten Fachkräftemangels ein falsches Signal an die Wirtschaft. Besonders junge Menschen seien betroffen, deren Ausbildungsplätze dadurch unbesetzt bleiben oder gefährdet sind. Fehlende Sprachförderung wirkt sich laut LAKA generationenübergreifend aus, da Eltern ohne Deutschkenntnisse ihre Kinder schlechter in der Schule unterstützen könnten. Zudem sei Deutsch Behördensprache. Ohne Deutschkenntnisse scheiterten Anträge, Beratungen und Alltagsbewältigung. „Investitionen in Sprachförderung sichern Beschäftigung, Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte der LAKA-Vorsitzende Daniel Setzler. An Sprachkursen zu sparen heiße, am falschen Ende zu sparen. (0393/12.02.2026)

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