Der Dachverband der Migrantinnenorganisationen warnt CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz vor Rechtspopulismus. Das Beispiel Ungarn mit seinem Regierungschef Viktor Orban zeige, „was Populisten machen“, sagte die Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Dachverbandes, Delal Atmaca, im Deutschlandfunk. Die Europäische Union habe Ungarn deswegen mit Strafen belegt. „Das weiß natürlich auch ein Friedrich Merz“, fügte sie hinzu.
Hintergrund ist ein Eklat, den das Abstimmungsverhalten der Unions-Bundestagsfraktion Ende Januar ausgelöst hatte: CDU und CSU hatten für zwei Abstimmungen über migrationspolitische Themen wissentlich die Zustimmung der in Teilen rechtsextremen AfD in Kauf genommen. Das hatte heftige Kritik des politischen Gegners und Massenproteste der Zivilgesellschaft ausgelöst.
