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Mieter in großen Städten geben fast 30 Prozent fürs Wohnen aus

Mieter in den zehn größten Städten Baden-Württembergs geben fast 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus. Im Landesdurchschnitt lag die sogenannte Mietbelastungsquote im Jahr 2022 bei 28,1 Prozent, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen auf eine Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Daniel Born.

Um die Belastung zu senken, plant die Landesregierung in den Jahren 2025 und 2026 mehr als 1,5 Milliarden Euro für die Wohnraumförderung bereitzustellen. Der wirksamste Schutz vor zu hohen Mieten sei die Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum, so das Ministerium. Das jährliche Fördervolumen für den sozialen Wohnungsbau sei seit 2021 mehr als verdreifacht worden.

Das Ministerium sieht dabei auch erste Erfolge: Der Bestand an Sozialmietwohnungen im Land ist Ende 2024 zum dritten Mal in Folge gestiegen und umfasste mehr als 54.600 Wohnungen. Allein im Jahr 2024 wurden mit einem Fördervolumen von 641 Millionen Euro Zusagen für über 6.500 neue Wohneinheiten erteilt.

In neun der zehn größten Städte des Landes gilt derzeit die Mietpreisbremse, darunter Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg. Einzige Ausnahme ist Pforzheim. (2960/19.11.2025)