Michelle Yeoh erhält Goldenen Ehrenbären bei Berlinale-Eröffnung

Die Berlinale ist eröffnet - und hat ihre erste Preisträgerin: Die malaysische Schauspielerin Michelle Yeoh. In ihrer Dankesrede gibt sie jungen Künstlern einen Rat.

Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh (63) hat den Goldenen Ehrenbären der Berlinale erhalten. Bei der Eröffnungsgala der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin wurde die Schauspielerin aus Malaysia am Donnerstagabend für ihr Lebenswerk gewürdigt. Sie habe niemals gedacht, dass ein Mädchen aus Malaysia so weit durch die Welt für den Film reisen würde, sagte sie in ihrer Dankesrede. Der Film habe ihr nicht nur eine Karriere ermöglicht, sondern auch ein Leben, von dem sie niemals zu träumen gewagt hätte.

In einer Welt, die die Menschen oft spalte, fühle sich das Teilen einer Geschichte bereits radikal an, sagte sie weiter. Durch den Film lachten und weinten die Menschen zusammen und erinnerten sich, was es heiße, menschlich zu sein. Jungen Künstlerinnen und Künstlern gab Yeoh den Rat, dass gerade Unterschiede Stärken seien.

Die Laudatio hielt Regisseur und Autor Sean Baker (54), der mit seiner Tragikomödie "Anora" im vergangenen Jahr als erster Filmschaffender seit Walt Disney vier Oscars an einem Abend gewann. Yeoh habe die Rolle der Heldenfigur im Genre des Actionfilms neu definiert, ihr intelligentes Spiel zeichne ihre Arbeit aus, lobte er.

Yeoh wurde 2023 bei den Oscar-Verleihungen als erste Asiatin überhaupt zur besten Hauptdarstellerin gekürt. Den Preis erhielt sie für ihre Rolle in der Action-Komödie "Everything Everywhere All at Once". In den 80er-Jahren drehte sie vor allem Actionfilme in Hongkong, 1997 war sie als Agentin im James-Bond-Teil "Der Morgen stirbt nie" zu sehen. Besonders durch diese Rolle gelang ihr der internationale Durchbruch.

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