Michael Otto: Nachhaltigkeitskonferenz soll Lösungsmodelle aufzeigen

Der Hamburger Unternehmer Michael Otto verbindet mit der am 7. und 8. Oktober stattfindenden „Hamburg Sustainability Conference“ hohe Erwartungen. „Wir wollen konkret aufzeigen, wie sich Probleme lösen lassen, welche Modelle es gibt. Wir wollen den Bezug zum konkreten Handeln betonen“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“ (Freitagausgabe). Die Nachhaltigkeitskonferenz soll künftig jährlich stattfinden, für dieses Jahr war ursprünglich ein Termin im Juni geplant.

Die Konferenz findet auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in Kooperation mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, der Michael Otto Stiftung und der Stadt Hamburg statt. Sie soll laut BMZ Regierungsvertreterinnen und -vertreter aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden sowie führende Köpfe aus Privatwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen zusammenbringen, um gemeinsam Lösungen für die sozial-ökologische Transformation zu entwickeln.

Parallel soll in der Stadt eine Woche zum Thema der globalen Nachhaltigkeitsziele stattfinden. Otto sagte dem „Abendblatt“, es gehe dort um eine „Bestandsaufnahme, wo wir stehen. Leider sind wir nicht sehr weit gekommen.“ Alle Hamburgerinnen und Hamburger sollen eingeladen werden, sich zu beteiligen.

Laut Otto braucht es „mehr Geschwindigkeit, alle reden immer, aber es wird zu wenig gehandelt. Das wollen wir ändern.“ Er verwies auf einen Verbund aus 130 Städten, die bis 2030 klimaneutral sein wollen. „Das ist ein anderes Kaliber, Hamburg hat sich das Ziel 2045 gesetzt.“ Otto lobte, dass Hamburger Unternehmer anders vorgingen: „Durch die Initiative der Handelskammer wollen wir bereits 2040 klimaneutral werden. Diese Zielsetzung sollte sich auch die Politik zutrauen.“

👋 Unser Social Media